Welpenkurs

Was brauchst du alles?

  1. Ein Hundegeschirr ist für den Hund solange er noch nicht leinenführig ist wesentlich angenehmer als ein Halsband und auch besser für seine Gesundheut, da es die Nackenwirbel weniger belastet. Gerade an einer langen Leine besteht bei einem Halsband Verletzungsgefahr.
  2. Kurze und lange Leine. Eine kurze Führleine braucht ihr für euren Welpen um damit die Leinenführigkeit zu trainieren. Gerade zu Beginn ist es aber für den Welpen schwer in dem kleinen Radius zu bleiben, daher braucht ihr zu Beginn mehr die lange Leine (5-7 Meter) mehr als die kurze. Auch wollt ihr mit eurem Hund ja den Freilauf trainieren und dafür braucht ihr die lange Leine als Absicherung
  3. Das Halsband braucht ihr optional um die Leinenführung zu üben. Dabei dient das Halsband nur als Hilfe für den Hund, dass er weiß er trainiert jetzt Leinenführung. Es ist nicht zum bestrafen gedacht. Warum es dafür hilfreich ist, erkläre ich später im Kurs noch
  4. Körbchen. Euer Hund sollte einen Schlafplatz haben und einen Rückzugsort. Ob euer Hund auch auf Möbel darf ist eure Entscheidung. Trotzdem sollte er auch einen Platz haben, der ihm gehört und wo er seine Ruhe hat. Man kann kaum zu viele Körbchen haben 😉 ich habe gerne in jedem Zimmer eins, in dem sich der Hund längere Zeit aufhalten kann. Also überall außer im Badezimmer und der Küche
  5. Näpfe. Hundenäpfe gibt es viele und ihr könnt euch einfach eins aussuchen. Achtet nur darauf, dass die Näpfe auch groß genug für euren Hund sind. Mindestens 2 fürs Futter und 2 fürs Wasser
  6. Hundebox als Rückzugsort. Viele Hunde fühlen sich in Höhlen sicher, daher kann es Sinn machen eurem Hund von Anfang an eine Box zur Verfügung zu stellen, die ihm als positiver Rückzugsort dienen kann. Sie soll dabei nicht geschlossen werden! Für die Zukunft kann die Box auch hilfreich sein für Transporte oder ähnliches
  7. Es gibt eine riesen Auswahl an Hundespielzeug aus der ihr wählen könnt. Achtet darauf, dass es auch wirklich sicher ist. Am meisten rate ich zu Zerrspielzeug, da es am vielseitigsten einsetzbar ist. Bälle sind in ordnung aber anfangs eher langweilig, da sie sich nur werfen lassen. Bitte kein Quitschspielzeug, das dreht den Hund zu sehr auf und kann im Extremfall seine natürliche Hemmung beim Spielen loszulassen, wenn sein gegenüber quitscht schädigen.
  8. Kauen kann eurem Hund helfen, Stress abzubauen und sich selber zu beschäftigen. Achtet auch hier auf gute Qualität.
  9. Bürsten und Pflegezubehör, Krallenschere, Schampoo aber nur für den Notfall, häufiges Waschen ist für den Hund eher schädlich. Welches Pflegeprodukte ihr braucht hängt viel von eurem Hund und seinem Fell ab. Frag hierzu am besten bei eurem Züchter nach
  10. Dem Futter wird häufig viel zu wenig Beachtung geschenkt. Die Qualität des Futters hat aber große Auswirkungen auf die Gesundheit eures Hundes und auch auf dessen Verhalten. Manche Probleme wie schlechte Konzentrationsfähigkeit oder Überdrehtheit können oft auf ungeeignetes Futter zurückzuführen sein. Macht euch also Gedanken und lasst euch gegebenenfalls nochmal von einem Ernährungsberater Tips geben. Das Futter vom Züchter ist zwar zur Eingewöhnung gut aber nicht jeder Züchter achtet wirklich auf gutes Futter.
  11. Hunde erste Hilfe Box. Es kann immer mal etwas passieren, solche Boxen gibt es inzwischen reichlich im Internet zu kaufen.
  12. Sucht euch schon im Vorhinein einen guten Tierarzt aus, dem ihr vertraut.
  13. Such euch eine gute Welpengruppe, wo ihr sicher seid, dass ihr gut aufgehoben seid. Darauf gehe ich später noch genauer ein.

 

Willkommen zu unserem Modul „Ausrüstung und Vorbereitung für den Welpen“. In diesem Modul werden wir uns damit beschäftigen, was Sie alles benötigen, um gut auf die Ankunft Ihres neuen Familienmitglieds vorbereitet zu sein. Wir werden auch darüber sprechen, wie Sie sich auf die Einführung Ihres Welpen in sein neues Zuhause vorbereiten können.

Es gibt eine Reihe von Dingen, die Sie beachten sollten, bevor Ihr Welpe bei Ihnen einzieht. Es ist wichtig, dass Sie sich im Voraus gut informieren und die notwendige Ausrüstung beschaffen, damit Sie Ihrem Welpen ein sicheres und angenehmes Zuhause bieten können.

In diesem Modul werden wir Ihnen eine Liste von Ausrüstung und Vorbereitungen vorstellen, die wir für wichtig halten. Diese Liste ist nicht vollständig und Sie müssen möglicherweise noch weitere Dinge hinzufügen, je nachdem, welche speziellen Bedürfnisse Ihr Welpe hat. Verwenden Sie diese Liste als Leitfaden und lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt und anderen Fachleuten beraten, um sicherzustellen, dass Sie gut auf die Ankunft Ihres Welpen vorbereitet sind.

 

 

  1. Geschirr: Ein Hundegeschirr ist für den Hund, solange er noch nicht leinenführig ist, wesentlich angenehmer als ein Halsband und auch besser für seine Gesundheit, da es die Nackenwirbel weniger belastet. Gerade an einer langen Leine besteht bei einem Halsband Verletzungsgefahr.

 

  1. Kurze und lange Leine: Eine kurze Führleine brauchen Sie für Ihren Welpen, um damit die Leinenführigkeit zu trainieren. Gerade zu Beginn ist es aber für den Welpen schwer, in dem kleinen Radius zu bleiben, daher brauchen Sie zu Beginn mehr die lange Leine (5-7 Meter) als die kurze. Auch wollen Sie mit Ihrem Hund den Freilauf trainieren und dafür brauchen Sie die lange Leine als Absicherung.

 

 

  1. Halsband: Das Halsband brauchen Sie optional, um die Leinenführung zu üben. Dabei dient das Halsband nur als Hilfe für den Hund, damit er weiß, dass er jetzt Leinenführung trainiert. Es ist nicht zum Bestrafen gedacht. Warum es dafür hilfreich ist, werde ich später im Kurs noch erklären.

 

  1. Körbchen: Ihr Hund sollte einen Schlafplatz und einen Rückzugsort haben. Ob Ihr Hund auch auf Möbel darf, ist Ihre Entscheidung. Trotzdem sollte er auch einen Platz haben, der ihm gehört und wo er seine Ruhe hat. Man kann kaum zu viele Körbchen haben – ich habe gerne in jedem Zimmer eins, in dem sich der Hund längere Zeit aufhalten kann (also überall außer im Badezimmer und der Küche).

 

  1. Näpfe: Hundenäpfe gibt es viele und Sie können sich einfach eins aussuchen. Achten Sie darauf, dass die Näpfe auch groß genug für Ihren Hund sind. Mindestens 2 fürs Futter und 2 fürs Wasser.

 

  1. Hundebox als Rückzugsort: Viele Hunde fühlen sich in Höhlen sicher und es kann sinnvoll sein, Ihrem Welpen von Anfang an eine Box zur Verfügung zu stellen, die ihm als Rückzugsort dienen kann. Stellen Sie sicher, dass die Box nicht geschlossen wird, damit sich Ihr Welpe frei bewegen kann. Die Box kann auch in Zukunft nützlich sein, zum Beispiel für Transporte oder ähnliches.

 

  1. Spielzeug: Es gibt eine große Auswahl an Hundespielzeug, aus der Sie wählen können. Achten Sie darauf, dass das Spielzeug sicher ist und für Welpen geeignet ist. Zerrspielzeug eignet sich am besten, da es vielseitig einsetzbar ist. Bälle sind in Ordnung, aber anfangs eher langweilig, da sie sich nur werfen lassen. Vermeiden Sie Quitschspielzeug, da es den Hund zu sehr aufdrehen und dazu führen kann, dass er seine natürliche Hemmung beim Spielen verliert, wenn sein Gegenüber quietscht.

 

  1. Kauspielzeug: Kauen kann Ihrem Welpen helfen, Stress abzubauen und sich selbst zu beschäftigen. Es ist auch wichtig für die Gesundheit der Zähne und des Kiefers. Achten Sie darauf, hochwertiges Kauspielzeug zu kaufen.

 

  1. Bürsten und Pflegezubehör, Krallenschere: Kaufen Sie eine Hundebürste und anderes Pflegezubehör, um das Fell Ihres Welpen zu pflegen und zu trimmen. Eine Krallenschere kann auch nützlich sein, um die Krallen Ihres Welpen zu kürzen. Verwenden Sie Schampoo nur im Notfall und waschen Sie Ihren Welpen nicht zu häufig, da es für ihn schädlich sein kann. Welche Pflegeprodukte Sie brauchen, hängt von Ihrem Welpen und seinem Fell ab. Fragen Sie am besten Ihren Züchter, welche Produkte für Ihren Welpen am besten geeignet sind.

 

  1. Hundefutter: Das Futter Ihres Welpen hat großen Einfluss auf seine Gesundheit und das Verhalten. Berücksichtigen Sie dies bei der Auswahl des Futters und lassen Sie sich gegebenenfalls von einem Ernährungsberater beraten. Bedenken Sie, dass das Futter vom Züchter zwar hilfreich sein kann, aber nicht immer die beste Qualität hat.

 

  1. Hunde-Erste-Hilfe-Box: Es ist immer gut, eine Erste-Hilfe-Box für Ihren Welpen zu haben, falls etwas passieren sollte. Es gibt viele solcher Boxen im Internet zu kaufen.
  2. Guter Tierarzt: Suchen Sie sich im Vorhinein einen guten Tierarzt, dem Sie vertrauen, damit Sie im Notfall schnell handeln können.

 

  1. Welpengruppe: Es ist wichtig, dass Sie sich eine gute Welpengruppe suchen, in der Sie und Ihr Welpe gut aufgehoben sind. Dies hilft Ihnen bei der Sozialisierung und dem Training Ihres Welpen und gibt Ihnen auch die Möglichkeit, sich mit anderen Welpen Besitzern auszutauschen. Ich werde später im Kurs noch genauer darauf eingehen.

 

  1. Unterstützung von Freunden und Familie: Es ist sinnvoll, sich im Bekanntenkreis Unterstützung zu sichern, falls Sie mal Hilfe bei der Pflege Ihres Welpen benötigen. Fragen Sie beispielsweise Freunde und Familienmitglieder, ob sie bereit wären, Ihnen beim Einkaufen oder bei der Betreuung Ihres Welpen zu helfen, falls Sie krank werden oder anderweitig verhindert sind. Es ist wichtig, sich auf ein Netzwerk von Menschen zu verlassen, auf das Sie zurückgreifen können, wenn Sie Unterstützung brauchen.

Macht euch vorab einen Zeitplan

Es ist wichtig, dass jedes Familienmitglied Verantwortung für den Welpen übernimmt und sich an den festgelegten Zeitplan hält. Dies gilt insbesondere für die täglichen Aufgaben wie Füttern, Gassigehen und die Pflege des Hundes. Auch das Training und die Erziehung sollten von allen Mitgliedern unterstützt werden. Ein festgelegter Zeitplan hilft dabei, dass keine Aufgaben vernachlässigt werden und der Welpe ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit bekommt. Es ist wichtig, dass der Welpe regelmäßig ausgelastet wird, damit er sich körperlich und geistig entwickelt und nicht unter Langeweile leidet. Ein festgelegter Zeitplan hilft auch dabei, dass alle Familienmitglieder genügend Zeit für ihre anderen Verpflichtungen und Hobbys haben.

 

 

Ein Hund, insbesondere ein Welpe, braucht viel Zeit und Aufmerksamkeit. Deshalb ist es wichtig, im Vorhinein einen Zeitplan zu erstellen, der festlegt, wer wann für welche Aufgaben zuständig ist. Dazu gehören zum Beispiel Gassigehen, Füttern, Spielen und Training. Es ist wichtig, dass jedes Familienmitglied seinen Anteil an der Hundepflege übernimmt, damit der Welpe genügend Zeit und Liebe erhält. Auch wenn es manchmal schwierig sein kann, den Zeitplan einzuhalten, lohnt es sich, da ein gut versorgter und glücklicher Welpe auch eine glücklichere Familie macht.

Der passende Tierarzt

Ein guter Tierarzt ist ein wichtiger Partner für die Gesundheit und das Wohlergehen Ihres Welpen. Es ist daher wichtig, dass Sie sich im Vorhinein auf die Suche nach einem geeigneten Tierarzt machen. Hier sind einige Tipps, wie Sie einen guten Tierarzt in Ihrer Nähe finden können:

1.       Fragen Sie Ihren Züchter nach Empfehlungen. Sie können auch andere Hundebesitzer in Ihrer Nähe fragen, welchen Tierarzt sie empfehlen würden.

2.       Machen Sie sich im Internet schlau. Es gibt viele Websites, die Bewertungen und Empfehlungen von Tierärzten enthalten. Sie können auch die Websites von Tierarztpraxen in Ihrer Nähe besuchen und sich dort über deren Leistungen und Angebote informieren.

3.       Berücksichtigen Sie die Lage und die Erreichbarkeit der Praxis. Es ist wichtig, dass die Praxis leicht zu erreichen ist und dass Sie im Notfall schnell dorthin gelangen können.

4.       Fragen Sie nach, ob die Praxis Erfahrung mit Welpen hat und ob sie spezielle Angebote wie Welpensprechstunden oder -impfungen anbietet.

5.       Machen Sie einen Vor-Ort-Besuch, um sich ein Bild von der Praxis und dem Personal zu machen. Achten Sie auf Sauberkeit und Hygiene und auf das Verhalten des Personals gegenüber den Tieren.

 

Es ist wichtig, dass Sie sich wohl fühlen und dass Sie dem Tierarzt vertrauen. Nehmen Sie sich Zeit, um eine geeignete Praxis zu finden, und zögern Sie nicht, mehrere Tierarztpraxen zu besuchen, um den für Sie passenden zu finden.

Regeln definieren

Es ist wichtig, für einen Welpen klare Regeln zu definieren, mit denen alle im Haushalt einverstanden sind. Über diese Regeln solltet ihr euch im Vorhinein Gedanken machen. Es geht darum, was der Hund darf und was er nicht darf. Darf er mit aufs Sofa? Darf er mit auf die Couch? Darf er nur auf die Couch, wenn ihr ihn dazu auffordert? Darf er alle Räume betreten? Wie darf er euch begrüßen? Wie wild darf er spielen? Je genauere Gedanken ihr euch macht, desto klarer könnt ihr euch eurem Welpen verständlich machen. So kann auch die gesamte Familie eingebunden werden in die Erziehung. Es ist schwer für den kleinen Welpen zu verstehen, wenn er bei einem Menschen andere Regeln hat als bei einem anderen. Solche Regeln geben ihm Sicherheit und machen es hm leichter sich einzuleben und zur Ruhe zu kommen.

Ihr werdet sicher nicht an alle Regeln denken können, die ihr braucht. Es gibt immer Dinge, an die man nicht denkt und die ihr wieder ergänzen müsst. Das ist normal, wenn so etwas auftritt, redet mit allen Beteiligten drüber und holt dieses Thema nach.

Alles, was für den Welpen verboten ist oder, was er kaputt machen kann solltet ihr zunächst außer seiner Reichweite bringen. Gewöhnt er sich einmal dran, etwas machen zu können, ist es schwer ihm das wieder abzugewöhnen. Keine Angst, das bleibt nicht lange so.

Ihr lernt bald, wie ihr eurem Welpen zeigen könnt, was er darf und was er nicht darf aber zu Beginn müsst ihr zunächst die gemeinsame Kommunikation lernen. Klappt das, werden die Gegenstände nach und nach wieder in die Wohnung geräumt solange sie anwesend sind und mit ihm üben können.

 

Wenn er es wirklich verstanden hat, können die Dinge auch wieder in ihrer Abwesenheit erreichbar bleiben.

Wie gestaltest du den Einzug?

Der Umzug von seiner Kinderstube in das neue Heim ist für den Welpen ein sehr stressiges Erlebnis. Zwar ist der Wunsch, jedem das neue Familienmitglied zeigen zu wollen absolut verständlich, sollte aber zunächst zurückgestellt werden.

Was der Welpe zunächst braucht ist Ruhe!

Alle Eindrücke, die der kleine macht sind für ihn total neu und aufregend. Ihr solltet daher als Gegenpol für Ruhe und Sicherheit sorgen. Lasst ihm seine Zeit, die er braucht um anzukommen.

Tragt ihn bevor er in die Wohnung kommt vielleicht noch einmal auf das nächste Stückchen Gras, dass er sich erleichtern kann aber seid nicht verwundert, wenn er das vor Aufregung nicht tut. Am ersten Tag wird sicher etwas in die Wohnung gehen, das ist nicht schlimm und gehört dazu.

Bringt ihn dann ins Wohnzimmer, das ihr schon vorbereitet habt. Dort könnt ihr euch zunächst mit ihm aufhalten und ihn das Zimmer und die Wohnung erkunden lassen. Sucht er Kontakt, dann gebt ihr ihm diesen natürlich. Auch Spielen ist erlaubt aber überteibt es nicht. Körperkontakt und Kuscheln hilft gegen Anspannung aber nur dann, wenn er es auch will. Bedrängt ihn nicht.

Zunächst wird der Kleine viel schlafen. Spazieren braucht ihr die ersten paar Tage fast nur zum Erledigen seiner Geschäfte. Wenn er anfängt sich wohlzufühlen, könnt ihr damit richtig loslegen.

Zeigt viel Geduld und geht ansonsten ruhig schon euren üblichen Beschäftigungen im Haushalt nach, dass er sich direkt daran gewöhnt und so auch seine Zeit für sich bekommt. Lasst ihn dabei aber nach Möglichkeit noch nicht allein. Er ist noch ein Baby und braucht zunächst das Vertrauen zu euch, bevor er dann lernen kann auch ohne euch sicher zu sein.

Auf Besuch solltet ihr die ersten Tage ganz verzichten auch wenn es schwer fällt.

 

Der Umzug von seiner Kinderstube in das neue Heim ist für den Welpen ein sehr stressiges Erlebnis. Zwar ist der Wunsch, jedem das neue Familienmitglied zeigen zu wollen absolut verständlich, sollte aber zunächst zurückgestellt werden.

Was der Welpe zunächst braucht, ist Ruhe und Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Alle Eindrücke, die der kleine macht, sind für ihn total neu und aufregend. Ihr solltet daher als Gegenpol für Ruhe und Sicherheit sorgen. Lasst ihm seine Zeit, die er braucht, um anzukommen und sich wohlzufühlen.

Tragt ihn, bevor er in die Wohnung kommt vielleicht noch einmal auf das nächste Stückchen Gras, damit er sich erleichtern kann. Bedenkt jedoch, dass er aufgrund der Aufregung möglicherweise nicht in der Lage sein wird, sich zu erleichtern. Am ersten Tag wird sicher etwas in die Wohnung gehen, das ist nicht schlimm und gehört dazu.

Bringt ihn dann ins Wohnzimmer, das ihr schon vorbereitet habt. Dort könnt ihr euch zunächst mit ihm aufhalten und ihm das Zimmer und die Wohnung erkunden lassen. Sucht er Kontakt, dann gebt ihm diesen natürlich. Auch Spielen ist erlaubt, aber übertreibt es nicht. Körperkontakt und Kuscheln helfen gegen Anspannung, aber nur dann, wenn er es auch will. Bedrängt ihn nicht.

Zunächst wird der Welpe viel schlafen und braucht daher ausreichend Zeit und Ruhe, um sich zu erholen. Spazieren braucht ihr die ersten paar Tage fast nur zum Erledigen seiner Geschäfte. Wenn er anfängt, sich wohlzufühlen, könnt ihr damit richtig loslegen und längere Spaziergänge unternehmen.

Zeigt viel Geduld und geht ansonsten ruhig schon euren üblichen Beschäftigungen im Haushalt nach, damit der Welpe sich direkt daran gewöhnt und auch seine Zeit für sich bekommt. Lasst ihn dabei aber nach Möglichkeit noch nicht allein. Er ist noch ein Baby und braucht zunächst das Vertrauen zu euch, bevor er lernen kann, auch ohne euch sicher zu sein.

 

Auf Besuch solltet ihr die ersten Tage ganz verzichten, auch wenn es schwer fällt. Es ist wichtig, dass der Welpe erst einmal die Zeit hat, sich in seiner neuen Umgebung einzuleben und sich an euch und das neue Zuhause zu gewöhnen. Erst wenn er sich sicher und wohl fühlt, könnt ihr langsam wieder mehr Besuch empfangen und ihm die Freude am Besuch von Freunden und Familie zeigen.

Wieviel Ruhe braucht dein Welpe?

Das Leben ist großartig, das Leben ist Spaß und das Leben ist Action! Und viele Welpen wirken so, als ob sie davon nie genug bekommen könnten!

Und solange sie weiter beschäftigt werden, machen sie auch leider immer weiter. Dabei dürft ihr aber nie vergessen, dass ihr eigentlich ein Baby vor euch habt und wie ein Baby, braucht ein Welpe sehr viel Schlaf und Ruhe! Ein gesunder Welpe braucht an einem normalen Tag ca. 20 Stunden Schlaf und Ruhe, das ist sogar noch sehr viel mehr als ein Menschen Baby.

Im Schlaf werden neue Nervenbahnen geknüpft, die essenziell sind für das Lernen und die gesunde Entwicklung des kleinen Hunde Gehirns. Euer Welpe verarbeitet seinen Tag und erholt sich. Je anstrengender und aufregender ein Tag ist, desto mehr hat euer Welpe zu verarbeiten und desto mehr Schlaf braucht er auch. Gerade kurz nach dem Einzug ist es also nicht verwunderlich, wenn der Kleine fast die gesamte Zeit schlafen möchte.

Die Nebenwirkungen von zu wenig Schlaf können unter anderem Konzentrationsschwierigkeiten, Unruhe und Hyperaktivität sein. Oft passiert es, dass Menschen die Hyperaktivität als Zeichen sehen, den Welpen noch mehr auslasten zu müssen. Das kann aber eben genau der falsche Weg sein. Oft sind auch Probleme der Zerstörungswut oder dem nicht Erlernen der Beißhemmung auf zu wenig Schlaf zurückzuführen.

Eine gute und sinnvolle Beschäftigung, während der Wachzeiten ist natürlich wichtig und gut, aber es kommt eben auf das richtige Maß an.

Wir Menschen haben ein anderes Ruhebedürfnis als Hunde. Unsere Welt ist viel schneller als ihre. Ein Hund, auch ein erwachsener braucht einfach mehr Schlaf als ein Mensch. Beim Welpen solltet ihr euch erstmal an die 20 Stunden halten. Beim erwachsenen Hund kann die Dauer stark schwanken und ist sehr von der Persönlichkeit eures Hundes abhängig, das gilt es für euch mit der Zeit rauszufinden.

 

Struktur und Ruheinseln

 

Um dieses Bedürfnis eures Welpen zu befriedigen, solltet ihr euch einige Gedanken machen. Ein Strukturierter Tagesablauf kann ihm helfen besser zur Ruhe zu finden. Er kann so besser abschätzen, was er als nächstes zu erwarten hat. Klar, ist ein komplett durchgeplanter Tag dabei nicht das Ziel. Das wäre nicht nur unrealistisch, sondern würde auch dazu führen, dass euer Hund die Welt nicht mehr versteht, falls doch mal etwas anders läuft.

Trotzdem hilft es, wenn ihr eure Gassi Zeiten immer zu ähnlichen Zeiten macht oder das Futter immer zu ähnlichen Zeiten bereitsteht. Auch hier nicht auf die Minute getaktet, sondern innerhalb eines ca. einstündigen Intervalls, damit für ihn nicht zu viel Frust entsteht, wenn aus irgendeinem Grund doch mal das Essen eine halbe Stunde länger dauert.

Dann solltet ihr darauf achten, dass jeder einzelne Tag für sich strukturiert ist. Das gilt vor allem für die Ruhephasen oder Ruheinseln, die ihr einbaut. Wenn ihr euch mit eurem Welpen beschäftigt, ist das gut und dann tut das auch mit eurer ganzen Aufmerksamkeit. Wenn dann aber Pause ist, dann haltet euch auch daran. Wenn euer Hund Ruhe braucht, dann braucht er die auch wirklich. Vielfach ist man in der Versuchung, ständig im Vorbeigehen kurz den Welpen zu streicheln oder ihn anzusprechen und weckt ihn damit jedes Mal wieder auf, dabei beschäftigt man sich gar nicht weiter mit ihm. So kann der kleine nicht zur Ruhe kommen. Auf der anderen Seite sollte eurem Welpen auch klar sein, wann es sich lohnt Aufmerksamkeit von euch zu fordern und wann eben nicht.

Ein Mythos, mit dem ich in dem Zuge aufräumen möchte ist, dass ihr nie auf euren Welpen reagieren dürft und jede Interaktion von euch ausgehen sollte. Das ist natürlich Quatsch, eine Beziehung kann nicht einseitig funktionieren. Ihr wollt, dass euer Hund mit euch interagiert und eine gute Beziehung zu euch hat. Ihr würdet wohl selber nichts mit einem Menschen zu tun haben, der nur mit euch redet, wenn er euch anspricht, und das will euer Hund auch nicht.

Er darf euch ansprechen und ihr dürft reagieren, dann wenn ihr das auch wollt und es gerade für euch passt.

Dann, wenn ihr nicht wollt oder keine Zeit habt oder ihr meint es reicht, weil euer Welpe schon zu viel Action hatte und seinen Schlaf braucht, dann solltet ihr ein Signal nutzen, immer das gleiche, ein Satz wie „Jetzt leider nicht“ oder etwas in der Art. Wenn ihr diesen Satz sagt, dann passiert auch wirklich nichts für euren Hund. Er bekommt nach diesem Satz keine Aufmerksamkeit mehr, keine Beschäftigung mit euch.

Nicht jeder Hund schafft es von allein zu genug Ruhe zu finden, gerade wenn noch Kinder im Haushalt sind. Dann kann es Sinn machen, einen Bereich in der Wohnung durch ein Kindergitter abzusperren, dass er einen Bereich hat, in dem er zur Ruhe finden kann und an den zum Beispiel die Kinder auch nicht rangehen dürfen.

Eine Box ist dafür nicht zu empfehlen. Diese schränkt den Hund viel zu sehr ein. Anders als wir Menschen bleibt ein Hund nicht 8 Stunden am Stück am gleichen Platz zum Schlafen, er legt sich immer mal wieder um, wandert zwischendurch für ein zwei Meter und das sollte der Welpe auch können, sonst ist es sehr unangenehm für ihn. In seinem Welpen Bereich dürfen auch Spielsachen und Kauartikel zu finden sein, dass er sich selbst beschäftigen kann. Dieser Bereich sollte unbedingt auch im Wohnbereich sein, dass er nicht alleine ist, sondern sein Rudel bei ihm ist. Aber natürlich nicht mitten im Raum, sondern an einem eher ruhigen Ort.

Solche zeitlichen Ruheinseln am Tag einzubauen, macht nicht nur zuhause Sinn. Euer Welpe kann auch jetzt schon lernen, auch draußen mal zu entspannen. Dafür könnt ihr euch einfach mit ihm im Park auf eine Decke setzen und ein wenig lesen. Das macht ihr am besten dann, wenn der Kleine bereits ausgiebig gespielt hat und müde ist, dann fällt ihm das Entspannen draußen leichter.

 

Was ist Aktivität?

 

Unser Bild von Aktivität heißt oft viel Action, Spiel, Arbeit oder auch einfach nur Bewegung. Das ist auch nicht falsch aber dazu gehört noch viel mehr! Als Aktivität zählen auch alle Informationen, die ein Individuum wahrnimmt. Im Fall unserer Hunde heißt das, nicht nur ihre eigene Aktivität ist für sie anstrengend, sondern auch unsere Aktivität, wenn wir uns um sie herumbewegen und unserem Tag nachgehen. Gerade in einem sehr aktiven Haushalt, kann das Beobachten der Menschen, insbesondere Kinder schon sehr anstrengend für einen Hund sein.

Mit der Zeit gewöhnen sich unsere Hunde daran und blenden immer mehr von dem, was um sie herum passiert, aus. Euer neuer Welpe kann das aber noch nicht.

Ihr solltet also auch damit rechnen, dass euer Hund müde sein kann, obwohl er selbst gar nicht so viel gemacht hat einfach schon, weil ihr ungewohnten Besuch hattet oder weil die Kinder ein neues aufregendes Spiel im Wohnzimmer gespielt haben.

 

Konditionierte Entspannung

 

Eine Übung, die denkbar einfach ist, euch aber später in so mancher aufregenden Situation helfen kann.

 

Und dafür müsst ihr gar nicht viel tun. Zunächst solltet ihr euch hier einen kleinen Satz überlegen, den ihr gut wiederholen könnt. Eine Aussage wie „alles ist gut“ eignet sich hier schön. Und dann müsst ihr nur diesen Satz mit einem entspannten Zustand eures Hundes verbinden. Ihr sucht euch eine Situation wie zum Beispiel das gemeinsame Liegen und Kuscheln auf der Couch am Abend und dann wiederholt ihr wenn euer Hund erst richtig entspannt ist diesen Satz immer mal wieder. So verbindet er diesen in Zukunft mit Entspannung. Wenn ihr das immer fleißig macht und auch später immer mal wieder auffrischt, bekommt ihr ein zuverlässiges Signal, um eurem Hund später beruhigen zu können.

Was ist eigentlich Bindung, was ist Rangfolge und worauf kommt es wirklich an?

Rangfolge und Beziehung

 

In den Köpfen der Menschen hält sich krampfhaft der Mythos eines festen Rangsystems im Hunderudel. Aufgrund dieses Rang Konstruktes werden häufig sehr problematische Trainingsansätze verbreitet.

Zunächst muss man dazu sagen, dass Mensch und Hund zusammen kein klassisches Rudel bilden. Das macht eine eins zu einer Übertragung auf unsere Beziehung ohnehin schwierig. Trotzdem bilden wir ein soziales Gefüge mit dazugehörigen Regeln.

Als zweiten Punkt muss man sagen, dass die angebliche Rangstruktur auf Untersuchungen beruht, die an Wölfen in Gefangenschaft unter unnatürlichen Bedingungen gemacht wurden.

Durch diese Bedingungen kam ein von Dominanzgehabe und Machtdemonstrationen geprägtes instabiles Gefüge zustande, das als Grundlage für das Rudelleben angenommen wurde.

Inzwischen weiß man es besser! Ein Rudel ist im Grunde ein Familienverbund, dem meist die Eltern vorstehen. Sie fungieren durchaus als eine Art Anführer aber nicht aufgrund ihrer Kraft, sondern aufgrund ihrer Erfahrung und ihrem Können darin das Rudel zu leiten. Ein gutes Oberhaupt sollte immer daran gelegen sein, Harmonie im Rudel zu schaffen, anstatt durch Unterdrückung zu herrschen.

Jeder im Rudel hat Mitspracherecht und es kommt immer auf die Situation an, wer sich am Ende durchsetzt. Dabei beruht die Entscheidungsfindung und das Funktionieren des Rudels auf Kommunikation und Kooperation.

Als Menschen übernehmen wir am ehesten die Eltern Rolle für unsere Welpen und auch für unsere erwachsenen Hunde. Das darf bitte nicht falsch verstanden werden, Hunde sind kein Kindersatz! Sie haben ganz andere Bedürfnisse, aber dennoch ähnelt ihre Beziehung zu uns am ehesten ihrer Beziehung zu ihren Eltern.

Ein gutes Elternteil ist für die Erziehung aber auch für den Schutz und die Versorgung seines „Rudels“ verantwortlich. Versteht also eure Rolle als Hundehalter nicht als diktatorische Herrscher, sondern als fürsorgliche Behüter und schafft so eine gute Bindung und ein gutes Gefühl bei eurem Hund

 

Beziehung als Grundlage für Bindung

 

Beziehung und Bindung sind zwei Verwandte aber doch sehr verschiedene Begriffe. Eine Beziehung geht man zu vielen Individuen ein, sie kann zu einem Arbeitskollegen eingegangen werden, zu einem Lehrer oder auch zum Verkäufer an der Supermarktkasse. Beziehungen sind von einem Kosten-Nutzen-Faktor geprägt. Ein Beziehungspartner ist also austauschbar.

Eine Bindung ist einzigartig und auf einen ganz bestimmten Partner festgesetzt. Dieser Partner kann nicht durch ein anderes Individuum ersetzt werden.

Eine gute Beziehung bildet jedoch die Grundlage, um auch eine gute Bindung aufzubauen. Daher ist Beziehungsarbeit auch Bindungsarbeit.

Für eine gute Beziehung spielen folgende Faktoren eine Rolle:

Attraktivität

Bezeichne, wie interessant ein Bindungspartner ist. Je mehr ein Partner zu bieten hat, desto besser für diesen Punkt. Das fängt an bei der Bereitstellung von Futter und Wasser, geht weiter bei der Fähigkeit Türen zu öffnen und Barrieren zu beseitigen und der meiner Meinung nach wichtigste Punkt, dem Spaß, den jemand zu bieten hat, Spiel, Beschäftigung, Sport oder auch Lernen. Aber auch die Sicherheit gehört in diesen Bereich. Schutz zu bieten in gefährlichen Situationen macht ungeheuer attraktiv!

Diese Parameter sind leicht zu erkennen und auch leicht zu beeinflussen.

 

Verlässlichkeit

Man könnte es auch Vorhersehbarkeit nennen. Es ist wichtig, sein Gegenüber einschätzen zu können, ob dieser freundlich reagiert oder sauer wird. Das Verhalten muss in gewisser Weise logisch und nachzuvollziehen sein. Sicher, niemand reagiert immer komplett gleich in jeder Situation und in jeder Stimmung und das wäre auch wieder langweilig. Aber gerade, wenn es um das Belohnen oder schlimmer noch das Bestrafen von Verhalten geht, spielt dieser Punkt eine ganz wichtige Rolle.

Wenn aus Sicht des Hundes, ein Verhalten mal zu Leckerchen führt und im nächsten Moment zu einer Strafe oder er Strafen auch nicht mit einem bestimmten Verhalten in Verbindung bringen kann, dann führt das ganz schnell zu riesiger Unsicherheit und ständiger Nervosität in Gegenwart der anderen Person.

 

Kompatibilität

Wie gut passen Besziehungspartner zusammen? Hier spielt das Temperament eine große Rolle, das Aktivitätslevel. Zum Beispiel ein aktiver sportlicher Mensch mit einem gemütlichen Hund, der die Couch bevorzugt.

Allgemein spielen hier auch das Geschlecht, das Alter, die Größe etc. mit rein, gerade wenn es um die Beziehung von Hunden untereinander geht aber auch einige Hunde bevorzugen bestimmte Geschlechter bei Menschen.

 

Verfügbarkeit

Hier kommt es absolut auf das richtige Maß an. Es bedeutet, wie häufig kommen Interaktionen vor, wie häufig gehen Interaktionen von der einen oder der anderen Partei aus. Beide Seiten sind dabei wichtig! Ihr solltet für euren Hund verfügbar sein, er sollte sich an euch wenden können und eine Interaktion starten können. Genauso solltet ihr eine Interaktion mit eurem Hund starten können und dies auch häufig genugtun!

Das heißt aber keinesfalls, dass ihr immer verfügbar sein solltet. Auch Verhalten, wie sich mal rarmachen spielen hier eine Rolle. Euer Hund sollte also Interaktionen starten können mit euch, aber ihr solltet auch mal Nein sagen können. Ihr solltet euren Hund mal ansprechen, aber ihr solltet auch nicht ständig seine Aufmerksamkeit verlangen oder ständig um ihn buhlen.

 

 

Je besser ihr diese Parameter in eurer Beziehung zu eurem Hund erfüllt, desto besser ist eure Grundlage für eine gute und sichere Bindung. Niemand schafft es in einer Beziehung alle Punkte perfekt zu erfüllen und das muss man auch gar nicht. Verlässlichkeit ist sehr wichtig, genauso wie Verfügbarkeit. Attraktivität und Kompatibilität sind schon flexibler. Ihr müsst nicht jedes Hobby miteinander teilen, ihr müsst nicht jedes Essen miteinander teilen, oft ist ein Familienmitglied mehr für das Spielen zuständig, ein anderes fürs Füttern und wieder eins konzentriert sich aufs Training und dann ist da ja noch das Bedürfnis, mit anderen Hunden zu spielen oder der Paarungsdrang, beides Punkte, die ihr nicht ersetzen könnt.

Mit der Zeit bildet sich aus einer guten Beziehung dann auch eine Bindung. Dabei kommen vor allem Qualitäten dazu.

Zu einem Bindungspartner wird häufig Nähe gesucht, die Anwesenheit eines Bindungspartners allein hilft schon der Entspannung und dem Wohlbefinden.

Durch die Unterstützung eines Bindungspartners werden Hund und auch Mensch mutiger, sie trauen sich neue Dinge zu erkunden und suchen im Zweifelsfall Schutz beieinander.

Eine Übung wie ein Sitz für Leckerchen wird ein Hund vielleicht für jeden Menschen ausführen können aber nur mit einem Bindungspartner schafft er es die gruselige Treppe zur U-Bahn zu bewältigen.

 

Bindungen sind immer einzigartig aber jedes Individuum kann mehrere Bindungen aufbauen. So wie ihr eine Bindung zu euren Eltern und euren Freunden oder eurem Partner habt, so kann auch euer Hund eine Bindung zu euch und seinen besten Freunden aufbauen. Jede dieser Bindungen unterscheidet sich voneinander, aber jede ist wichtig.

Lernen am Erfolg

Hunde lernen vorallem am Erfolg. Das heisst, wenn sie mit einem Verhalten an ihr Ziel kommen oder durch ein Verhalten etwas schönes für sie passiert, dann machen sie das in Zukunft öfter.

Wollt ihr also, dass euer Hund ein Verhalten öfter zeigt, dann stelllt sicher, dass es sich für ihn lohnt. Wollt ihr, dass er ein Verhalten in Zukunft nicht mehr zeigt, dann verhindert, dass er damit zum Erfolg kommt.

Und bedenkt dabei auch, dass er nicht immer so klein bleibt wie er jetzt ist. Manche Verhaltensweisen sind eben nur bei einem Welpen niedlich und akzeptabel aber bei einem ausgewachsenen Hund nicht mehr. Dann sollte er sie auch jetzt schon nicht weiter üben.

 

Übliche Beispiele dafür sind:

 

Betteln am Tisch: Natürlich ist jeder Hund interessiert, wenn er mitbekommt, dass es was Leckeres gibt und wird daher angelaufen kommen und fragen, ob er etwas abhaben darf! In dem Moment ist seine Motivation klar. Er möchte Essen haben. Das Verhalten, was ihn nun zum Erfolg führt, wird er in Zukunft auch öfter zeigen. Eine Möglichkeit ist natürlich, dass er nie etwas von eurem Essen bekommt. Irgendwann sieht er es dann ein und fragt auch nicht mehr.

Eine andere Möglichkeit wäre, er kommt mit erwünschtem Verhalten zu seinem Ziel. Verhalten, das ich dann empfehle, ist das Liegen auf seinem Platz oder zumindest ein Liegen abseits des Esstisches. Ein Sitz neben euch könnte zwar auch belohnt werden, aber das kann auf Dauer auch sehr nervig sein, wenn ihr ständig während des Essens angestarrt werdet.

Eine einfache Möglichkeit ist es, auf halbwegs erwünschtes Verhalten zu warten und ihn dann mit der Belohnung zum Zielverhalten zu bringen.

Was heißt das genau? Ihr wartet so lange, bis euer Hund zur Ruhe gekommen ist und sich von sich aus irgendwo ablegt oder absitzt. Tut er das, lobt ihr ihn, steht auf und bringt ein Leckerchen auf seinen Platz, an dem er in Zukunft warten soll.

Nach einigen Wiederholungen wird er dann schon von Vornherein auf seinem Platz abwarten, bis seine Belohnung zu ihm kommt.

Ab dann solltet ihr anfangen, die Zeit bis er sein Leckerchen bekommt und die Häufigkeit, in der er dieses bekommt abzubauen. Bis er nur noch ein einziges Leckerchen nach eurem Essen bekommt und solange brav abwartet.

Dieser Weg setzt voraus, dass euer Hund euch nicht zu sehr bedrängt, bevor er sich das erste Mal hinlegt. Dafür dürft ihr ihn auch aktiv von euch wegschicken. Dafür geht ihr einfach einen klaren Schritt auf ihn zu. Seht euch dazu das folgende Video an.

In der Kombination von wegschicken, wenn er zu aufdringlich wird und dem richtigen Belohnen kommt ihr hier meist sehr schnell zum Ziel.

Als Belohnung ist auch mal ein bisschen von eurem Essen erlaubt. Solange es nicht viel ist und nichts für ihn Giftiges, kann man das zwischendurch ruhig mal tun, es hält auch den Magen fit, wenn er mal Abwechslung hat. Solange euer Hund keine Unverträglichkeiten hat, natürlich.

 

Menschen anspringen:

Auch hier ist die Motivation des Hundes häufig klar. Die meisten Welpen wollen mit diesem Verhalten Aufmerksamkeit bekommen. Und die bekommen sie dadurch meist auch. Entweder durch Streicheln, weil sie ja noch so süß sind oder aber auch durch ein meist gut gemeintes runterdrücken mit der Hand. Auch das kommt beim Welpen oft als Aufmerksamkeit an, auch wenn es als Korrektur gemeint ist. Bei einigen Welpen kann das funktionieren aber bei vielen auch nicht. Schon ein Blickkontakt kann auf den Welpen belohnend wirken in dieser Situation. Eine Möglichkeit, die einem schnell in den Sinn kommt, ist in dieser Situation eine Strafe. Damit diese aber funktioniert und nicht ebenfalls wieder als Aufmerksamkeit gesehen wird, müsste sie recht stark sein.

Abgesehen davon, dass das nicht nett eurem Hund gegenüber wäre, gibt es da aber auch ein weiteres Problem. Welpen unterwerfen sich ihren älteren Verwandten durch das Belecken von deren Schnauze. Welpen versuchen das oft auch beim Menschen. Sie versuchen also an euren Gesicht zu kommen, um euch zu besänftigen. Wenn ihr sie hart abstraft, kann es sein, dass sie genau das noch mehr versuchen und deshalb erst recht an euch hochspringen.

Trotzdem sollte das Verhalten unterbrochen werden. In aller Regel ist auch das durch einen einfachen Schritt auf sie zu zu erreichen. Um dabei komplett den belohnenden Charakter der Interaktion rauszunehmen, solltet ihr ihn dabei nicht anschauen, guckt demonstrativ in die Luft an ihnen vorbei. Euer Hund purzelt dabei sicher etwas nach hinten und kommt wieder mit allen vieren auf den Boden. In dem Moment geht ihr sofort wieder zurück! Bleibt er dann unten, dann zeigt er das gewünschte Verhalten uns sollte jetzt seine Belohnung bekommen. In diesem Fall sollte die Aufmerksamkeit sein. Es ist also Zeit ihn zu loben und zu kuscheln.

Auch diesen Schritt werde ich im nächsten Video genauer erklären.

 

Ziehen an der Leine:

An dieser Stelle möchte ich noch gar nicht viel über die richtige Leinenführigkeit reden, die behandeln wir später noch ganz genau.

Trotzdem reden wir hier über das Ziehen an der Leine. Auch das kann durch Erfolg gelernt werden. Jedes Mal, wenn euer Hund an der Leine zieht und dadurch weiter kommt, hat er damit Erfolg durch das Ziehen und wird das in Zukunft mehr zeigen.

Das ist etwas, was sich Hunde sehr schnell angewöhnen und was auf Dauer für uns aber auch für sie zu einem großen Problem wird.

Wir sollten also nicht nachgeben, wenn unser Hund zieht. Auf der anderen Seite müssen wir aber auch sehen, dass die Orientierung an unserem Tempo und das Wiederstehen die Umgebung zu erkunden viel Konzentration fordert und ein kleiner Welpe sich noch gar nicht so lange konzentrieren kann. Außerdem gibt es etliche Stolperfallen, die uns dabei in den Weg gelegt werden. Wenn der Kleine zum Beispiel dringend zum Pinkeln auf die Wiese muss, könnt ihr auch nicht erst 5 min Stehen bleiben, bis er nicht mehr vorläuft und auch wir Menschen sind gar nicht immer konzentriert genug dazu oder haben auch nicht immer die Zeit dazu.

Hier kann man sich aber einen ganz einfachen Trick zunutze machen. Zu Beginn trägt euer Hund ein Geschirr. Wenn er dann zieht, lernt er Ziehen am Geschirr führt zum Erfolg. Später im Leinenführigkeitstraining trägt er dann ein Halsband und am Halsband führt Ziehen eben nicht mehr zum Erfolg. Hunde lernen immer eine Gesamt Situation und können so leicht unterscheiden, was gerade von ihnen erwartet wird.

So könnt ihr also später unverbraucht mit dem Leinenführigkeits Training anfangen ohne vorher schon alles kaputt gemacht zu haben.

Diese Unterscheidung sollte allerdings nicht so genutzt werden, dass euer Hund am Geschirr nur noch unter Zug unterwegs ist. Trotzdem sollte auch hier das Ziehen möglichst selten zum Erfolg kommen. Ein wichtiger Punkt ist dabei hier aber auch, dass ihr Ihm da, wo es geht auch durch eine lange Leine den Raum gebt, den er gerade zum Erkunden braucht. Natürlich nur dann, wenn es ungefährlich möglich ist. Die Lange Leine ist dann nur noch dazu da, unerwünschtes Verhalten im Notfall verhindern zu können, nicht aber dafür, dass euer Hund die ganz Zeit neben euch läuft.

 

Zur eigentlichen Leinenführung kommen wir in einem späteren Abschnitt noch

Auf jedem Spaziergang: Aufmerksamkeit stärken!

Ein aufmerksamer Hund hört einfach besser.

 

Jeder Hundebesitzer wünscht sich einen Hund der gut auf ihn hört. Dafür ist wichtig, dass euer Hund Kommandos lernt wie den Rückruf. Das beste Rückruf Training bringt allerdings nicht viel, wenn euer Hund euch gar nicht erst zuhört.

In der Welpen Zeit habt ihr die besten Möglichkeiten, einen guten Grundstein dafür zu legen, dass euer Hund genau das in seinem zukünftigen Leben tun wird.

Welpen suchen gerne euren Kontakt, noch finden sie sich in der Welt nicht allein zurecht. Sie werden ganz von sich aus anfangen, euch anzuschauen, zu euch zu laufen und eben einfach eure Nähe suchen, sowohl zuhause als auch auf Spaziergängen.

Diese Momente sind wundervolle lern Momente. Wenn euer Welpe eure Nähe sucht, dann lasst ihn nicht ins Leere laufen, sondern verstärkt dieses Verhalten. Ihr wollt in Zukunft genau diese Verhaltensweisen haben. Wenn ihr sie jetzt bereits verstärkt, dann zeigt euer Hund sie in Zukunft häufiger. Insbesondere gilt das für draußen. In eurer Wohnung solltet ihr euch zwar natürlich auch mit eurem Hund beschäftigen, aber ihr solltet nicht jede Aufmerksamkeit verstärken, da es nicht gut wäre, wenn er euch hier ständig folgt und keine Ruhe mehr findet.

Seid ihr aber unterwegs, dann könnt ihr kaum zu viel Aufmerksamkeit belohnen.

Das Training ist ganz einfach, achtet nur darauf, wenn euer Hund euch Aufmerksamkeit schenkt und lobt ihn dafür. Das beste Lob ist hier, wenn ihr euch freut. Die soziale Bestätigung bedeutet für den Welpen enorm viel und verbessert gleichzeitig eure Bindung. Jubeln ist großartig, auch schon Lächeln verstehen Hunde, mit Streicheln solltet ihr aber vorsichtig sein. Findet euer Hund das gut? Viele Hunde kuscheln zwar gerne aber nicht in jeder Situation. Achtet darauf, ob sich euer Hund dem Streicheln entzieht oder es wirklich genießt. Versucht er sich zu entziehen, dann kann das Streicheln im Zweifelsfall sogar als Strafe gesehen werden und euer Hund wird euch in Zukunft weniger statt mehr Aufmerksamkeit schenken.

 

Spiel ist ebenfalls erlaubt und auch Leckerchen könnt ihr ihm geben, wenn er Aufmerksam ist. 

Sozialisierung

Was ist Sozialisierung und warum ist sie wichtig?

Die Sozialisierung ist der Prozess, bei dem ein Hund lernt, mit seiner Umwelt und anderen Hunden und Menschen zurechtzukommen. Sie ist wichtig, weil sie dazu beiträgt, dass der Hund zu einem sicheren und gut angepassten Mitglied der Gesellschaft wird. Ein gut sozialisierter Hund wird weniger Angst haben und weniger aggressive Verhaltensweisen zeigen.

 

 

Wann sollte die Sozialisierung beginnen?

Die Sozialisierung sollte möglichst früh beginnen die Sozialisationsphase findet zwischen der dritten Woche und ca. dem sechsten Monat statt. In diesem Alter sind Hunde besonders aufnahmefähig und neugierig und lernen schnell. Allerdings sollte man darauf achten, dass der Welpe nicht überfordert wird und immer genügend Zeit zum Ausruhen hat. Diese Angabe ist nicht genau zu sehen und weicht bei jedem Individuum und jeder Rasse von diesem Zeitfenster ab. Es ist also nur ein grober Richtwert, das eigentliche Ende der Sozialisationsphase wird vom Erreichen der Geschlechtsreife bestimmt.

Früher ging die Wissenschaft davon aus, dass die Sozialisierung ein starrer Prozess ist, der nur in dieser Phase stattfinden kann und ab dann nicht mehr verändert wird.

Heute weiß man, dass dies nicht so ist. Auch später kann noch Sozialisation stattfinden, aber es ist ungemein schwieriger. Je mehr positive Sozialisierungsprozesse in dieser Zeit abgelaufen sind, desto besser und desto besser können auch neue Reize später kennengelernt werden, da das Weltbild des Hundes dann flexibler ist.

 

 

Wie kann man einen Welpen sozialisieren?

 

Verbringen Sie viel Zeit mit dem Welpen und nehmen Sie ihn mit auf Ausflüge in die Stadt oder auf Spaziergänge im Park.

Lassen Sie den Welpen möglichst viele verschiedene Menschen und Hunde treffen und sich anfassen.

Fördern Sie neugieriges Verhalten, indem Sie dem Welpen interessante Dinge zum Schnüffeln und Erkunden anbieten.

Gewöhnen Sie den Welpen an unterschiedliche Geräusche und Situationen, indem Sie ihn beispielsweise an Straßenlärm, Fahrstühle oder Regen gewöhnen.

Vermeiden Sie es, den Welpen in schlechte Erfahrungen hineinzustürzen. Wenn Sie befürchten, dass der Welpe überfordert sein könnte, ziehen Sie sich lieber zurück.

 

 

Was sollte man bei der Sozialisierung beachten?

 

Gehen Sie langsam vor und überfordern Sie den Welpen nicht.

Achten Sie darauf, dass der Welpe genügend Zeit zum Ausruhen hat.

Vermeiden Sie es, den Welpen in gefährliche Situationen zu bringen.

Lassen Sie den Welpen immer freiwillig an Dingen schnüffeln und erkunden, zwingen Sie ihn nicht dazu.

Vermeiden Sie es, den Welpen zu bestrafen oder zu überfordern, wenn er ängstlich oder unsicher ist. Dies könnte dazu führen, dass der Hund diese Gefühle verstärkt und längerfristig Probleme damit hat. Stattdessen sollten Sie dem Welpen positive Erfahrungen und viel Lob und Aufmerksamkeit geben, wenn er neue Dinge ausprobiert und sich gut verhält.

 

 

Rendezvous Platz

 

Um den Welpen an die Sozialisierung zu gewöhnen, könnt ihr ihn in den ersten paar Tagen zu verschiedenen Orten tragen oder mit dem Auto fahren. Es ist normal, dass manche Welpen in den ersten Tagen Schwierigkeiten haben, selbstständig auf Spaziergänge zu gehen, da Wildhunde bis zu ihrer 14. Lebenswoche den Rendezvous Platz, den Bereich um ihre Wurfhöhle, nicht verlassen. Da Welpen in diesem Alter noch nicht lange genug laufen können, um viele verschiedene Orte zu besuchen, ist es wichtig, sie auf diese Weise zu sozialisieren.

 

 

Erfahren mit dem Maul

 

Hunde erfahren ihre Umwelt zum großen Teil durch ihr maul.

Daher ist es normal, dass euer Welpe erstmal alles ins Maul nehmen möchte. Natürlich solltet ihr ihm zeigen, dass er keine Möbel kaputt machen darf etc. Versucht aber nicht, ihm alles zu verbieten ins Maul zu nehmen. Es gehört für ihn zu einem Grundbedürfnis und ist somit sehr wichtig.

In der Regel wird er alles, was nicht essbar ist sehr schnell auch wieder ausspucken.

Versucht ihr zum Beispiel auf der Straße ihm ständig alles zu verbieten, was er aufnimmt, egal ob essbar oder nicht, dann kann es sein, dass er so sehr in Stress gerät, dass er dann auch anfängt nicht essbaren Dinge zu fressen, wie Plastik oder ähnliches. Das würden die meisten Hunde sonst gar nicht tun und dieses Verhalten kann sehr gefährlich werden.

Stattdessen solltet ihr ihn lieber dafür loben, wenn er euch etwas bringt. Ihr könnt ihm dafür ein Leckerchen geben oder ihr freut euch einfach, untersucht den Gegenstand gemeinsam und gebt ihm ihn dann wieder, wenn er nicht gefährlich ist.

So kann der Kleine entspannt bleiben, die Welt mit euch zusammen erkunden (das stärkt die Bindung) und er bringt euch in Zukunft gerne alles, weil ihr es ihm meistens nicht abnehmt, sondern ihn lobt und er auch noch was extra bekommt. Dann fallen die paar Male, in denen ihr im doch etwas abnehmen müsst, weil es gefährlich ist später kaum noch ins Gewicht.

 

Sich selbst interessant machen

 

Es lohnt sich enorm die Sozialisierung zu nutzen, um an eurer Bindung zu arbeiten. Welpen sind davon begeistert, wenn sie mit euch zusammen die Welt erkunden können. Nehmt also gerne aktiv am Erkunden Teil.

Dadurch werdet ihr für den Kleinen unglaublich interessant und er lernt, dass es sich lohnt bei euch zu bleiben. Ihr baut also schon am Grundstein für einen guten und sicheren Rückruf. Neue Erfahrungen lassen sich auch einfach leichter machen, wenn man dabei Unterstützung hat.

 

Am besten, ihr stellt euch einfach selbst vor, ihr seht alles zum ersten Mal und die Welt ist groß und interessant. Die Gelegenheit selbst wieder Kind zu sein kann auch euch Spaß machen.

Spielen ist die wichtigste Arbeit, die ihr jetzt machen könnt!

Spiel ist etwas, was Hunden und Menschen gemein ist. Wir lieben es zu spielen. So wie im übrigen viele andere Tiere auch. Es gibt keinen allgemeinen Konsens dafür, wozu Spiel eigentlich gut ist. Klar ist aber, dass es die Bindung zwischen den Spielpartnern stärkt, aufs Leben vorbereitet und vorallem riesen Spaß macht.

 

Das Spiel und die Freiheit zu Spielen bildet den Charakter eures Hundes, es macht ihn in Gedanken flexibler, es stärk seine kommunikativen Fähigkeiten, macht ihn Stress unempfindlicher und anpassungsfähiger.

All das und noch viel mehr kann Spiel! Ihr seht also wie wichtig es für einen glücklichen Hund ist, gerade als Welpe spielen zu können. Dabei ist natürlich das Spiel mit anderen Hunden und Welpen enorm wichtig aber auch das Spiel mit euch ist ein wichtiger Bestandteil Es stärkt die Bindung und wieso sollte euer Hund nuc´r mit anderen Hunden so viel Spaß haben und nicht auch mit euch?

 

 

Merkmale von Spiel

 

Freiwilligkeit aller beteiligten

Rollenwechsel

Selbsthandicap

Verhalten ist nicht zielgerichtet

Ein wilder Mix aus Verhaltensweisen unterschiedlicher Funktionskreise

Entspannte Bewegungen

Übertriebene Bewegungen

Entspannte Mimik

Übertriebene Mimik

Ausdrucksverhalten tritt gemischt aus

Spielgesicht, alberner Gesichtsausdruck

 

 

Spiel ist etwas ganz natürliches und dennoch fällt es uns Menschen oft schwer, Spiel auch richtig als solches zu erkennen. Oft sieht man in Parks statt richtigem Spiel Mobbing Situationen oder Kräftemessen. Um das zu vermeiden, solltet ihr wissen worauf ihr achten solltet. Hier ist eine kleine Liste von wichtigen Merkmalen des sozialspiels

 

Spielen ist etwas völlig Natürliches, aber Menschen haben oft Schwierigkeiten, das richtige Spiel von anderen Formen des Verhaltens zu unterscheiden. Oft beobachten wir in Parks Mobbing-Situationen oder Kräftemessen statt wirklichem Spiel. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, die Merkmale des sozialen Spiels zu kennen und auf sie zu achten. Hier ist eine Liste von wichtigen Merkmalen, die Ihnen dabei helfen können:

 

Das Spiel ist freiwillig und wird von allen Beteiligten aus freien Stücken aufgegriffen.

Es gibt Rollenwechsel, bei denen die Tiere abwechselnd die dominante oder unterwürfige Rolle einnehmen.

Es gibt ein Selbsthandicap, bei dem sich das Tier bewusst einschränkt, um das Gleichgewicht im Spiel aufrechtzuerhalten.

Das Verhalten ist nicht zielgerichtet und dient nicht dazu, einen Nutzen für eine der beteiligten Parteien zu erzielen.

Es gibt einen wilden Mix aus Verhaltensweisen unterschiedlicher Funktionskreise, wie zum Beispiel Flucht-, Kampf- oder Fortpflanzungsverhalten.

Das Tier zeigt entspannte Bewegungen und manchmal auch übertriebene Bewegungen.

Die Mimik ist entspannt und manchmal auch übertrieben.

Das Ausdrucksverhalten tritt gemischt auf, mit sowohl dominanten als auch unterwürfigen Elementen.

Das Tier zeigt ein „Spielgesicht“ mit einem albernen Gesichtsausdruck.

Es gibt kurze Pausen im Spiel, um das Tempo und das Erregungsniveau zu regulieren.

 

 

Nicht immer könnt ihr alle dieser Merkmale beobachten. Je mehr Merkmale ihr seht, desto sicherer könnt ihr euch aber sein, dass es sich auch wirklich um Spiel handelt. Ein Punkt, der wirklich immer da sein muss, ist die Freiwilligkeit aller Spielpartner

 

Nicht immer werden alle Merkmale eines Spiels sichtbar sein, aber je mehr von ihnen beobachtet werden können, desto sicherer kann man sich sein, dass es sich tatsächlich um ein Spiel handelt. Ein wichtiger Aspekt, der immer vorhanden sein sollte, ist die Freiwilligkeit aller Spielteilnehmer.

 

 

 

Freiwilligkeit erkennen

 

Freiwilligkeit ist das wichtigste Merkmal von Spiel! Doch auch dieses ist nicht immer gleich zu erkennen und dann stellt sich auch noch die Frage, was macht ihr, wenn es kein Spiel mehr ist.

Es ist kein Spiel mehr wenn:

Die Bewegungen hektischer und abgehackter werden. Hektische ewegungen deuten auf ein zu hohes Erregungsniveau hin, dadruch kann das Spiel leicht in Ernstverhalten kippen

Sich ein Hund immer wieder versucht der Situation zu entziehen zum Beispiel dadurch, dass er bei euch Schutz sucht

Kein Rollentausch mehr stattfindet, also einer immer am Boden liegt oder immer gejadt wird. (hier ist etwas zu unterscheiden, dass es auch Hunde gibt, die diese Rolle einfach bevorzugen und sich auch ganz ungefragt auf den Rücken schmeißen um so zu spielen

Mehrere Hunde auf einen Hund gehen

Ein Hund Abwehrverhalten zeigt

Ein Hund quitscht und der andere nicht aufhört

 

Freiwilligkeit ist das wichtigste Merkmal von Spiel. Doch manchmal ist es nicht so einfach zu erkennen, ob ein Hund noch freiwillig spielt oder ob das Spiel in Ernstverhalten kippt. Hier sind einige Anzeichen dafür, dass das Spiel nicht mehr freiwillig ist:

 

Die Bewegungen werden hektisch und abgehackt.

Der Hund versucht, der Situation zu entkommen, indem er Schutz sucht.

Es findet kein Rollentausch mehr statt, z.B. indem immer der eine Hund am Boden liegt oder gejagt wird.

Mehrere Hunde gehen auf einen Hund los.

Ein Hund zeigt Abwehrverhalten.

Ein Hund quietscht und der andere hört nicht auf.

Wenn du eines dieser Anzeichen beobachtest, solltest du das Spiel unterbrechen und sicherstellen, dass alle Hunde sich sicher und wohl fühlen.

 

 

Spiel mit euch

 

Spielen mit einem Welpen ist wohl eine der schönsten Dinge daran, einen Welpen bei sich zu haben! Trotzdem sollte auch hier klar sein, das wichtigste Merkmal ist Freiwilligkeit. Kein Hund hat immer Lust zu spielen und auch kein Mensch hat immer Lust zu spielen. Es ist absolut erlaubt auch für euch mal nicht in der Stimmung zu sein, müde zu sein etc. dann dürft ihr auch mal Nein sagen!

Wenn ihr mit eurem Welpen spielt, macht euch erstmal auf Kratzer gefasst. Das ist normal für jeden Welpen! Welpen spielen mit Zähnen und Krallen. Das haben sie so gelernt und sie haben zum Teil auch schon gelernt, wie feste sie dabei zubeißen dürfen. Das kennen sie von ihren Geschwistern und ihren Eltern. Nur leider haben diese Fell und wir Menschen nicht. Wir sind also viel empfindlicher als ihre gewohnten Spielpartnern. Das wissen die Kleinen nur zuerst nicht, das müssen sie von uns lernen. Wie feste dabei zu feste ist, kommt ganz auf euch an. Es ist ok, wenn ihr mit eurem Welpen mit den Händen spielt und er daran knabbern darf. Ich persönlich finde das sogar sehr schön. Nur sobald es weh tut, ist Schluss. Es ist aber auch ok, wenn ihr das gar nicht wollt und er nur in sein Spielzeug beißen darf. Wichtig ist hier eure persönliche Grenze.

Sobald er die Grenze überschreitet, müsst ihr reagieren. Es muss dann etwas Negatives für den Hund folgen. Jedoch braucht ihr hier meist keine harte Ermahnung, ganz im Gegenteil, für viele Hunde wäre hier eine körperliche Ermahnung sogar sehr missverständlich und würde nur als wilderes Spiel verstanden werden.

Stattdessen solltet ihr mit dem bestrafen, was für den Hund Sinn macht. Ihr hört kurz mit dem Spiel auf. Ihr beendet das, was euer Hund gerade möchte.

Diesen Rat habt ihr sicher schon häufig gehört. Leider funktioniert der Rat alleine bei vielen Hunden aber nicht. Es kommt hier nämlich auf die Art und Weise an, wie ihr das Spiel abbrecht. Viele Drehen sich dann weg. Hunde sind aber Jäger und alles, was vor ihnen wegläuft ist wieder motivierend, sie laufen dann hinterher. Andere hören auf zu spielen und lassen dabei einfach nur die Hände fallen und machen nichts mehr. Das gibt dem Hund keinen klaren Hinweis, wann was passiert.

Geht stattdessen so vor:

Sobald euer Hund zu heftig wird im Spiel, sagt im hellen Ton AUA! Und reißt dabei die Hände nach oben aus seiner Reichweite und nehmt auch euren Blick nach oben von ihm weg. Ihr brecht den Kontakt also klar und zeitgenau ab.

So habt ihr eine Hemmung des Verhaltens verursacht. Es passiert etwas Blödes, wenn er zu feste zubeißt.

Brecht das Spiel dabei aber nicht lange ab. Wartet gerade mal so lange, bis euer Welpe sich ganz kurz zurücknimmt und mit dem Beißen aufhört. Fangt dann direkt wieder an zu spielen. So habt ihr auch eine Verstärkung von dem Verhalten, was ihr haben wollt und ihr könnt häufige Wiederholungen hintereinander machen.

Klappt auch das nicht, dann solltet ihr die Äußeren Umstände beurteilen. Ist euer Hund gerade aufnahmefähig? Wenn euer Hund zum Beispiel übermüdet ist, dann kann er nicht mehr lernen und sich auch nicht mehr richtig kontrollieren.

 

Und wenn es auch unter guten Voraussetzungen nicht auf diese Art klappt, dann lasst euch von einem Trainer vor Ort helfen. In dem Bereich ist dann Fingerspitzengefühl gefragt, das geht dann nicht mehr rein online. Gerne stehe ich euch dann auf zur Seite, wenn ihr euch bei mir meldet

Erste Übung zur Körpersprache: Locken und Stoppen

Rückwärts gehen

 

Hunde sprechen die ganze Zeit mit uns. Im Gegensatz zu uns Menschen nutzen dazu jedoch wenig ihre Stimme, sie reden mit uns über ihre Körpersprache. Wenn du mehr wissen willst, was dein Hund dir sagen will, dann schau ins Zusatzmaterial dieses Kurses, da erhältst du einen ausführlichen Vortrag darüber.

Da die Körpersprache also die Muttersprache unserer Hunde ist, lohnt es sich auch über Körpersprache mit ihnen zu kommunizieren. Wenn wir mit klaren Bewegungen arbeiten, können wir ganz einfach Verhalten vom Hund bekommen, ohne es ihm vorher beigebracht zu haben.

Wenn ihr mit eurem Hund klar in seiner Muttersprache kommunizieren könnt, dann stärkt das außerdem eure Bindung, gibt eurem Hund Sicherheit und macht ihn somit entspannter und ruhiger.

In dieser Lektion lernt ihr die erste Übung, euren Hund über Körpersprache dazu zu bringen euch zu folgen.

Die wichtigsten Grundprinzipien in der Kommunikation sind für euch:

alles, was vom Hund weggeht oder euch kleiner macht, ist für den Hund eine Einladung.

Alles, was auf euren Hund zugeht oder euch größer macht, stoppt ihn ab oder schickt ihn sogar weg.

In dieser ersten Übung sollt ihr euren Hund locken, indem ihr gebückt rückwärts von ihm weggeht. Gebückt ist hier gemeint, dass die Knie leicht gebeugt werden und ihr mit dem Oberkörper einklappt. Ein gerades nach vorne beugen mit durchgestreckten Knien und geradem Oberkörper würde euren Hund wegschicken.

Ob ihr euch richtig haltet und richtig bewegt, könnt ihr ganz leicht am Verhalten eures Hundes beobachten. Dieser reagiert automatisch auf die richtigen Bewegungen.

Folgt er euch, dürft ihr ihn auch mit einem Leckerchen belohnen. Geht erst ein paar Schritte mit ihm, lobt ihn und gebt ihm dann sein Leckerchen.

Gebt ihm das Leckerchen möglichst nah an eurem Körper, damit er nebenbei lernen kann, dass eure Körpernähe für ihn etwas Gutes bedeutet.

 

Aufrichten und stehen bleiben

 

Nach ein paar Wiederholungen sollte diese Übung bereits gut funktionieren. Jetzt ist es eure Aufgabe eurem Hund beizubringen, dass er stoppen soll.

Das erreicht ihr ganz einfach dadurch, dass ihr selbst stehenbleibt und euch aufrichtet.

Zunächst geht ihr wie in der ersten Übung wieder rückwärts gebückt von eurem Hund weg. Wenn er euch folgt, geht ihr einige Meter mit ihm. Bleibt dann vor ihm stehen und richtet euch ganz gerade auf. In den allermeisten Fällen wird euer Hund jetzt auch stehenbleiben. Viele Hunde setzen sich dann auch direkt hin, das ist aber kein Muss.

Hat euer Hund sicher vor euch gestoppt, lobt ihm und gebt ihm ruhig auch wieder ein Leckerchen.

Stoppt euer Hund nicht ab, dann kann es dafür mehrere Gründe geben. Ein ganz einfacher ist, dass er schon vorher nicht mehr aufmerksam war. Vielleicht seid ihr zu lange Rückwärts gegangen und er konnte sich gar nicht so lange konzentrieren. Geht beim nächsten Mal einfach eine kürzere Strecke Rückwärts und weitet die Entfernung nur nach und nach aus.

Ein anderer Grund kann eure Körpersprache sein. Überprüft euren Stand. Ihr solltet ganz aufrecht stehen. Die Hände solltet ihr während der gesamten Übung, auch schon beim Rückwärts gehen vor Bauch oder Brust haten. Haltet ihr die Hände zu niedrig oder zu weit weg vom Körper, dann folgt euer Hund nicht eurer Körpersprache, sondern nur den Leckerchen. Die Hände gehen erst zum Hund, wenn ihr ihn lobt und er sein Leckerchen bekommt. Seid ihr nicht eindeutig genug, kann es sein, dass euer Welpe an euch vorbeiläuft.

 

Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein. Zum Abstoppen solltet ihr geradestehen aber euren Hund nicht bedrängen. Ein nach vorne gebeugter Oberkörper oder eine zu Ruckartige Bewegung können den Hund auch zu sehr bedrängen. Dann versucht dieser nach hinten auszuweichen oder sich abzuwenden, um euch zu beschwichtigen.

Rückruf, das richtige Fundament!

Das wohl wichtigste Kommando, das ihr eurem Welpen beibringen könnt!

Wir wollen unseren Hunden selbstverständlich ein freies Leben mit viel Spaß schenken. Doch diese Freiheit kann nur dann gewährleistet werden, wenn dabei niemand gefährdet oder belästigt wird, weder Mensch noch anderer Hund. Um das sicherstellen zu können, muss euer Hund hören, wenn ihr ihn ruft. Nur, wenn er zuverlässig abrufbar ist, ist ein Freilauf wirklich sicher. Je besser euer Hund hört, desto mehr Freiheiten kann er also haben.

Umso wichtiger ist es also viel Arbeit in den Rückruf zu stecken. Zu Beginn weiß euer Welpe noch nicht, was der Rückruf für ihn bedeutet. Da Hunde an der Gewohnheit lernen, solltet ihr ihn jetzt auch noch nicht anwenden. Wir Menschen neigen dazu, Wörter einfach immer wieder zu wiederholen, bis sie verstanden wurden. So auch beim Rückruf, viele rufen ihren Welpen einfach immer wieder, bis er kommt. Bei jedem Mal aber, wenn ihr ruft und euer Hund kommt nicht, lernt er eben nicht auf den Rückruf zu kommen und wird ihn in Zukunft mehr und mehr ignorieren.

Es ist deshalb im Aufbau sehr wichtig, den Rückruf nur dann zu setzen, wenn ihr wirklich sicher seid, dass er funktioniert!

Am sichersten seid ihr dabei zuhause ohne Ablenkung und da fangt ihr jetzt auch an. Euer Welpe soll zunächst lernen, dass der Rückruf heißt es passiert etwas Positives für ihn. Der Rückruf muss immer positiv sein. Aus Sicht des Hundes macht es keinen Sinn auf ermahnende Weise zu rufen. Ermahnungen schicken Hunde immer weg, lobende, freudige Ansprache lockt Hunde stattdessen an.

Es gibt Momente für Ermahnungen, der Rückruf gehört aber nicht dazu!

Was ihr jetzt macht, ist euch ein ganz bestimmtes Wort oder auch einen Pfiff auszusuchen, den ihr in Zukunft verwenden wollt. Achtet dabei darauf, dass ihr dieses Wort laut und lang rufen könnt, ohne dass es böse wirkt und, dass ihr es sonst im Alltag möglichst nicht verwendet damit es sich nicht abnutzt.

Jetzt sucht ihr Dinge, die eurem Hund gefallen, das kann Futter sein, entweder richtig gutes Futter, ein Stück Käse vielleicht oder auch seine gesamte Mahlzeit, auch auf seinen vollen Napf wird sich euer Hund freuen. Das kann aber auch ein Spiel mit seinem Lieblingsspielzeug sein.

Dann haltet ihr dieses bereit, am besten so, dass euer Hund Futter oder Spielzeug nicht sehen kann, dann gebt ihr das Rückruf Kommandos oder den Pfiff und direkt danach gebt ihr ihm seine Belohnung, lasst ihn fressen oder spielt mit ihm. Der Abstand zwischen Kommando und Belohnung sollte dabei ca. 0,5 sec sein, damit euer Hund den Zusammenhang am besten verstehen kann.

Konditioniert so den Rückruf in der ersten Woche nur zuhause und nur, wenn euer Hund schon aufmerksam ist, damit legt ihr ein Bomben festes Fundament für später.

Was macht ihr aber jetzt draußen? Für draußen dürft ihr jedes andere Wort benutzen, das euch einfällt. Hier könnt ihr zum Beispiel das normale „Komm“ verwenden als den sogenannten Alltagsrückruf.

 

Kommt euer Hund auf das Komm hin, wird er natürlich auch belohnt, aber ihr müsst euch hier nicht so sehr an die Regeln halten und dürft auch rufen, wenn ihr euch nicht ganz sicher seid ob es wirklich klappt.  

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