Fokus Farm – Lebenshof & Therapie-Oase
Ein geschützter Raum für Menschen mit ADHS & Autismus – und ein Zuhause für gerettete Tiere
Heilung im Dialog: Unser 3-Säulen-Modell
Auf der Fokus Farm sind Tiere keine passiven „Streichel-Objekte“, sondern Partner auf Augenhöhe. Unser Konzept verbindet Tierschutz und menschliche Therapie in einem untrennbaren Kreislauf:
1. Verantwortung im Alltag (Care) Die Basis ist die Versorgung: Ställe misten, Futter verteilen, Wasser geben.
Für die Tiere: Es sichert ihre Grundbedürfnisse und schafft Vertrauen zum Menschen.
Für den Menschen: Diese körperliche Arbeit holt uns aus dem Kopf ins „Hier und Jetzt“. Für Menschen mit ADHS oder Autismus bietet die klare Struktur der Farmarbeit äußeren Halt, der hilft, sich innerlich zu regulieren. Die Erfahrung, gebraucht zu werden („Ich sorge dafür, dass es dem Schaf gut geht“), stärkt die Selbstwirksamkeit massiv.
2. Training als gemeinsame Entwicklung Wir bilden unsere Tiere (Hühner, Ziegen, Schafe) über positive Verstärkung aus. Das Training dient als Enrichment und Trauma-Bewältigung für die Tiere.
Für die Tiere: Kognitive Aufgaben geben ihnen Kontrolle zurück und bauen Ängste ab.
Für den Menschen: Hier trainieren wir Impulskontrolle und Fokus. Ein Tier lässt sich nicht belügen: Bin ich innerlich unruhig oder fahrig, klappt die Übung nicht. Die Klienten lernen, ihre eigene Körpersprache fein zu justieren und Frustration auszuhalten. Der Erfolg, wenn ein Huhn durch die eigene, ruhige Anleitung eine Aufgabe löst, ist ein enormer Boost für das Selbstvertrauen.
3. Gezielte Therapie-Einheiten In begleiteten Sitzungen wenden wir das Gelernte an. Die Tiere nutzen ihre Fähigkeiten (z.B. Apportieren, Parcours, Target), um mit dem Menschen zu interagieren.
Für die Tiere: Sie erhalten geistige Auslastung und positives Feedback.
Für den Menschen: Hier erleben wir soziale Interaktion ohne Bewertung. Da die Tiere freiwillig mitarbeiten, ist jede Kontaktaufnahme echt. Das ist besonders heilsam für Menschen, die oft soziale Ablehnung erfahren haben. Wir üben Kommunikation, das Setzen und Akzeptieren von Grenzen und erleben echte Verbundenheit.
Partnerschaft statt Nutzung
Ob Huhn, Kuh oder Hund: Kein Tier muss bei uns „funktionieren“. Wir machen Angebote – das Tier entscheidet. Genau diese Freiwilligkeit macht das Training für die Tiere zum spannenden Spiel und für die Menschen zur Lektion in echtem gegenseitigem Verständnis.
Wer hier ein Zuhause findet
Wir retten Tiere, die in der Nutztierhaltung keinen „Wert“ mehr hätten, und geben ihnen ein Leben, das sie fordert und fördert. Geplant ist eine bunte Gemeinschaft:
Die Großen: Kühe, Schafe und Ziegen genießen hier ihren Ruhestand und werden kognitiv ausgelastet.
Das Federvieh: Hühner und Enten sind neugierige Trainingspartner und sorgen für Leben auf dem Hof.
Die Partner: Natürlich gehören auch Hunde fest zum Team dazu – als Begleiter und Brückenbauer.
Vom Konzept zur Realität – Wir stehen ganz am Anfang
Um ganz ehrlich zu sein: Die Fokus Farm existiert bisher nur als ausgearbeitetes Konzept in meinem Kopf und auf dem Papier. Wir haben noch kein Gelände, keine Ställe und kein Startkapital.
Das bedeutet, uns liegt ein langer Weg bevor – von der Finanzierung über die Geländesuche bis zum jahrelangen Aufbau der Infrastruktur. Ob und wie schnell wir diesen Traum realisieren können, hängt maßgeblich von der Unterstützung ab, die wir erfahren.
Dies ist kein Projekt, das morgen eröffnet. Aber es ist eine Vision, für die es sich lohnt, den ersten Schritt zu gehen.
Begleite den Aufbau
Möchtest du Teil dieser Entstehungsgeschichte sein? In meinem WhatsApp-Kanal dokumentiere ich den Weg von der Idee bis zum ersten Spatenstich – mit allen Höhen und Tiefen.
